Augsburg / Markkleeberg. Mit den letzten Qualifikationsläufen am vergangenen Wochenende in Augsburg ist die nationale Sichtung im Kanu-Slalom zu Ende gegangen. Zuvor hatten bereits die ersten vier Läufe in Markkleeberg stattgefunden. Für die Athletinnen und Athleten ging es dabei um die Qualifikation für internationale Meisterschaften sowie um Kaderberufungen des Deutschen Kanu-Verbands. Besonders die Starter der SKG Hanau überzeugten mit starken Leistungen und Platzierungen in der deutschen Spitze.
In der Altersklasse U23 machte vor allem Robin Stroß im K1 auf sich aufmerksam. Nach einem starken Auftakt in Markkleeberg mit den Plätzen fünf und sechs lag er zunächst sogar auf Rang drei der Leistungsklasse-Wertung. Trotz durchwachsener Ergebnisse am zweiten Wettkampftag blieb er in der U23-Wertung aussichtsreich im Rennen. Auch in Augsburg zeigte Stroß erneut seine Klasse: Ein fünfter Platz zum Auftakt unterstrich seine Ambitionen. Eine Torstabberührung im zweiten Lauf kostete ihn jedoch wertvolle zwei Strafsekunden und mehrere Positionen. Am letzten Renntag verhinderten umstrittene 50 Strafsekunden eine Topplatzierung, dennoch zeigte Stroß im entscheidenden Lauf mit Rang sechs nochmals sein Können. Am Ende fehlten ihm lediglich zwei Platzpunkte zur Qualifikation für die U23-Weltmeisterschaft.
Sein Debüt in der U23-Klasse gab Florian Krieg, der aus schulischen Gründen nur kurzfristig zu den Wettkämpfen anreisen konnte. In einem stark besetzten Starterfeld sammelte er wichtige Erfahrung und behauptete sich mit soliden Platzierungen. In der Gesamtwertung belegte Krieg einen respektablen 15. Rang und zeigte damit, dass er sich seinen Platz bei den nationalen Sichtungen verdient hat.
Große Aufmerksamkeit erhielt auch die Altersklasse U18. Ben Stroß startete mit zwei vierten Plätzen stark in die Qualifikation und bestätigte seine Leistung im weiteren Verlauf. Trotz einer anspruchsvollen Strecke in Augsburg gelang ihm mehrfach der Sprung unter die Top Fünf. In der Gesamtwertung erreichte Stroß den vierten Platz und kann sich damit berechtigte Hoffnungen auf eine Berufung in den NK2-Kader des Deutschen Kanu-Verbands machen. Zudem ist er erstes Nachrückboot für die U18-Europameisterschaft in Epinal (Frankreich).
Ebenfalls wertvolle Erfahrungen sammelte Ferdinand Handro, einer der jüngsten Teilnehmer im Feld. Mit starken Einzelresultaten, darunter ein zwölfter Platz in Markkleeberg, setzte er früh ein Ausrufezeichen. Trotz schwieriger Trainingsbedingungen auf dem Augsburger Eiskanal schlug sich Handro achtbar und belegte am Ende Platz 21 in der Gesamtwertung. Als zweitbestes Boot seines Jahrgangs hinterließ er einen sehr positiven Eindruck.
Insgesamt fällt das Fazit der Hanauer Starter äußerst erfreulich aus. Während Ben Stroß vor dem Sprung in den NK2-Kader steht, bewies Robin Stroß seine Zugehörigkeit zur nationalen K1-Spitze. Florian Krieg und Ferdinand Handro nutzten die Sichtung, um sich auf hohem Niveau zu präsentieren und wichtige Wettkampferfahrung zu sammeln. Komplettiert wurde das Team durch
, die bei den Rennen in Markkleeberg und Augsburg als Streckenvorfahrerin wertvolle Erfahrungen für eine mögliche Teilnahme im kommenden Jahr sammeln konnte.





