Feldenkrais und SUP, oder ein wundervoll verdreht-verzwirbelter Tag mit Wolfgang Busch.

Am Sonntag, 25.08.19 trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein zu einem SUP-Kurs der besonderen Art.

„SUP und Feldenkrais“ war das Thema, wobei das Ziel eine verbesserte Beweglichkeit und Balance auf dem SUP Board sein sollte. Wir waren neugierig auf die kommenden Stunden, denn mit Feldenkrais hatten einige noch keine Erfahrung.

Nach einer kurzen Einführung und Vorausschau auf den Tag, stiegen wir alle auf die Boards und  paddelteten munter drauf los.

Anfangs noch schwatzend wurde es beim Paddeln zunehmend ruhiger und wir begannen in uns hinein zu spüren. Wie fühlt sich das an? Wie auf der rechten und wie auf der linken Körperseite?  Auf welcher Seite geht es leichter? Gibt es eine „Schokoladenseite“? Wolfgang erklärt die Bewegungsabläufe des Paddelschlags detaillierter. Klappt das? Mal reinspüren. Irgendwie ungleichmäßig. Das SUP driftet nach rechts und links ab. Die Bewegungen fühlen sich irgendwie „eckig“ an. Zurück am Vereinsgelände geht’s im Gymnastikraum weiter, wo wir uns unter Wolfgangs Anleitung mit Feldenkrais Übungen verdrehen und verzwirbeln. Beine gegen Rumpf, Kopf gegen Schulter, Arm so weit es geht in die eine und die Augen in die andere Richtung und die ganz wichtigen Ruhepausen zum Nachspüren immer wieder dazwischen. Eine spannende und intensive Übungseinheit, die uns in uns selbst hinein führt und den Körper geschmeidiger macht. Und immer wieder die Frage: “Wie fühlt sich das an?“

Feldenkrais ist eine körperorientierte Lernmethode. Körperwahrnehmung, Denken und Fühlen werden über bewusst ausgeführte Bewegungsabläufe erkundet, worüber sich schließlich auf leisen, unmerklichen Sohlen das individuelle Potential erweitert. Eigene gesundheitliche Probleme führten Moshe Feldenkrais zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Bewegung, Denken, Sinnesempfindung, Handlung und Emotion. Seine Forschungen haben ihn zu diesem ganzheitlichen Ansatz geführt, der heute unter dem Namen „Feldenkrais-Methode“ bekannt ist.

Zurück auf dem SUP wurde es deutlich spürbar. Die Bewegungen waren weicher und geschmeidiger. Die Unterschiede zwischen der rechten und linken Körperhälfte waren „dahingeschmolzen“

Wieder Feldenkrais, wieder SUP, Feldenkrais auf dem SUP und zwischendurch die dringend notwendige Mittagspause.

Am Schluss des Kurstages bildeten SUP und Körper eine harmonische Einheit und mit Spiel und Spaß endeten wir alle im kühlen Nass der Kinzig.

Ein intensiver Tag mit vielen neuen Erfahrungen, viel Spaß und der Erkenntnis, dass Training und Lernen als Einheit viele Facetten haben kann.

Danke an Wolfgang Busch und eine nette Gruppe

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